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Record Store Day 2017
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Jürgens Tipp. Nur vom Feinsten.
 
Info zum Record-Store-Day 2017
Der RSD ist findet dieses Jahr am Samstag, den 22. April statt.
Wie immer werden Vorbestellungen entgegegengenommen, da wir bei der Vielfalt der Titel nicht alles für den Laden bestellen können. Bitte dafür ausschließlich das PDF Formular von dieser Seite nutzten und per PC beschriften. Die Deadline dafür ist der 8. April!!! Das Bestellformular ist per Anzahlung im Laden abzugeben. Vielen Dank.


Rolling Stones - Blue & Lonesome
Sie haben es doch noch geschafft, nach gut elf Jahren Durststrecke endlich neues Material von Mick, Keith, Charlie und Ron, wo doch so manch einer diese Band längst in die Alters-Teilzeit geschickt hatte, doch warum machen diese Herren das hier alles noch, egal, sobald man dieses Werk zu Gehör bekommt hat sich das schnellstens von selbst beantwortet.
Klar, es sind nur Coverversionen ihrer fast aller längst verstorbenen Chicago- Blues Helden, doch diese ach so zähe Truppe macht hier alles richtig, keine abgestandenen Dinge die tausendfach gecovert wurden, geboten wird ein Blues-Manifest unbekannter und vergessener Songs die hier und jetzt nochmal zu neuem Leben erweckt werden. Eigentlich muss man keinen dieser Titel hervorheben, all diese zwölf Songs wurden in nur drei Tagen live eingespielt, es rumpelt, es faucht und zischt, man spürt die pure Spontanität und so erklingt hier alles aus einem Guss, wie man's so schön formuliert.
Doch es ist eigentlich auch nochmal eine Sternstunde dieses einen und einzigartigen Sängers und Harp(!)Spielers Mick Jagger, der jede Nummer so durchlebt, als wäre dies hier alles auf seinem Mist gewachsen, der Rest der Band ist eigentlich, wenn auch unverzichtbar, nur die erfrischende Begleitband für diese ach so tolle Darbietung, gleich in zwei Songs, Johnny Taylor's „Everybody Knows About My Good Thing“ und Willie Dixon's „I Can’t Quit You Baby“ gibt noch Eric Clapton ein kleines, aber sehr feines Gastspiel, letzter dieser beiden Songs wurde schon 1969 auf dem Debüt von Led Zeppelin zu Besten gegeben, doch hier nochmals wie in Stein gemeißelt, ganz groß.
Klar, ein Jagger sollte eigentlich nicht die Probleme dieser alten Protagonisten mit sich tragen, die Frauen mal außen vorgelassen, doch wie sagte es noch Charlie Watts kürzlich, wir können eigentlich doch froh sein wenn wir den nächsten Tag noch alle aufs neue erleben dürfen, vielleicht doch genug Grundstimmung um den Blues noch mal neu zu (er)leben.

Beide Formate mit identischem Track-Listing, die Doppel-LP nimmt es sportlich mit drei Songs pro Seite, entschädigt dafür mit sauberer Pressung und großer Klangfülle, das Plattencover, Geschmackssache.

Die Originale von Little Walter & Co sollten niemals vergessen und unterschätzt werden, essential.
Dazu eine wirklich ausführliche Recherche der Original-Titel im Vergleich siehe folgender Link:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/pop-und-jazz/Der-Blues-hatte-ein-Baby-und-das-waren-die-Rolling-Stones/story/14088362


CD (14.95€) Vinyl (28.95€)
Pink Floyd - "Meddle"
Im November 1971, einem Jahr mit einer rasanten Musikentwicklung erschien "Meddle" von Pink Floyd, dieses Album sollte die Vorstufe zu dem sein was darauf folgen sollte, nun hatte diese Band das Zeitalter des heute so genannten Prog-Rock für sich neu in Anspruch genommen. Allein wegen dem Eröffnungstitel "One Of These Days" und dem epischen "Echoes" hat diese Platte einen großen Stellenwert in der Floyd History. Die letzte Vinyl-Auflage gab's in den 90er Jahren und somit ist das gute Stück in einem Zuge mit dem experimentierfreudigen "Atom Heart Mother" und der dem unterschätzten "Obscured By Clouds" endlich wieder am Start. Das hervorragend klingende Mastering erfolgte bei den Analog-Experten von Bernie Grundman und konnte den Vergleich mit der japanischen Erstpressung durchaus bestehen, Laufruhe eingeschlossen.
Weitere Titel werden folgen.

Parlophone Records/Warner


Vinyl (20.95€)
Stealers Wheel - Same
Wir schreiben das Jahr 1972 mit unglaublich vielen wichtigen Platten die uns heute und in Zukunft noch begleiten werden, doch es klaffte eine Lücke, die Beatles hatten sich bereits seit zwei Jahren aufgelöst und so meinte die Music-Press in Joe Egan und Gerry Rafferty's Stealers Wheel bald Ersatz zu finden oder sah sie gar als die britische Antwort auf Crosby, Stills, Nash, aus heutiger Sichtweise aber Nonsens . Doch gleich der Opener "Late Again" erinnert doch stark an die "Fab Four" und mit dem markanten Sax-Solo markierte man gleich das was Jahre später mit Raffertys "Baker Street" zur Vollendung kommen sollte.
Doch es folgt mit "Stuck In Middle With You" ein Pop-Juwel über Entscheidungsprobleme welches man mit ...Clowns to left, Jokers on the Right... nicht besser definieren konnte und etliche Jahre später sogar in Quentin Tarantinos "Reservoir Dogs" erneut zum Erfolg kommen sollte, doch jetzt gilt es in diesem großartigen Mastering von Kevin Gray das ganze Album noch mal wiederzuentdecken mit Perlen wie "Johnnys Song" oder "Next To You" oder dem von Joe Egan passenderweise allein auf dem E-Piano präsentierten "Gets So Lonley", auch hier McCartney und die Erkenntnis wie schön und gleichzeitig simpel Pop-Kunst doch sein kann.

Das Mastertape war wohl in so einem guten Zustand das es direkt genutzt werden konnte um vor allem die mit einer zu dieser Dekade schönst gehörenden Stimmen voll zur Geltung zu bringen. Doch die alten Schulfreunde hatten leider bald persönliche und musikalische Differenzen und das im Folge-Jahr mit dem Album "Ferguslie Park" noch einmal Großes folgen sollte hätte wohl niemand mehr vermutet, anyway, auch dieses gute Stück soll 2016 nochmal in feinstes Vinyl geschnitten werden.
Rafferty verstarb mit 64 Jahren 2011 fast unbemerkt an einem Versagen innerer Organe, was Egan so macht ist nicht bekannt, es bleibt das eigenwillige Coverartwork von John Patrick Byrne welche das folgende und Raffertys Solo Alben noch zieren sollte und diese Platte, die bis heute ihre Einzigartigkeit bewahrt hat.

RTI 180g / A&M / Intervention Records


Vinyl (39.95€)
Keith Richards - "Crosseyed Heart"
Hallo Keith,

nach zählen von Wochen und Tagen, jetzt liegt sie vor mir, das neue Werk von dir mitten in der Nacht, dein Lächeln wirkt echt, trotz deiner Dritten, hat sich vielleicht sonst noch was verändert? Das Knarzen der akustischen Saiten lassen keine Zweifel aufkommen, nur du bist das mit dem "Crosseyed Heart", ein schwüler Abend mit der ältesten Klampfe die gerade greifbar war, keine Platte deiner Hausband würde so beginnen, Robert Johnson ist wieder ganz nah, dann, der Song über Vergesslichkeit "Amnesia" schraubt sich mit deinem messerscharfen Soli in mein Kopf, es groovt, habe aber auch bei Steve (Jordan) nichts anderes erwartet, doch dann, mit so Nummern wie "Robbed Blind" triffst du mich mitten in mein Herz, diese Art von Country-Folk war doch eigentlich immer dein Ding, dann noch "Trouble", der einzigste Track den ich vom Computer kannte, jetzt in richtig, sogar der Ohrwurm kommt hervorgekrochen, höre die erste Platte gleich zweimal, ging nicht anders. Die zweite Scheibe beginnt mit "Blues In The Morning", ist zwar noch in in the Night, egal, man da gibt's in der Berry-schwangeren Nummer gleich vier Solis von dir, der gute Bobby Keys ist leider wohl ein letztes Mal mit an Bord, hättest ihm aber noch wenigstens ein Platz für ein Soli geben können, ist doch produziert wie zu "Exile" Zeiten, und dann, du alter Schlingel, da machst du mit "Illusion" ein Duett mit Norah (Jones) samt einem Dialog über eine Lebens-Illusion und drückst mir fast noch ein Teardrop raus, doch da war ja auch noch mit "Love Overdue" die fast obligatorische Reggae-Nummer, Ängste unbegründet, der Steve kann das halt mit dem Groove, und doch, ich hätte auf die lang verblichene Irene (Goodnight Irene) auch verzichten können, jetzt um diese Zeit, doch mit dem quirligen "Substantial Damage" und dem souligen "Lovers Plea" greife ich noch zum Rest in meinem Glas. Ein kleines Fazit zum Schluss, auch wenn es mit ihm Spaß gemacht hat, den Waddy (Wachtel) hätte man glaube ich nicht vermisst, wo du doch diesmal so viel selber machst, es klingt auch irgendwie von der Produktion her so alles mehr mellow als bei den beiden Vorgängern, siehst du, es hat es sich doch was verändert, aber nach 23 Jahren darf es das auch, so jetzt noch ins Alphabet mit dir, doch keine Angst Keith, von RUN DMC kommt da nichts, und B ist ein ganz schön langes Stück entfernt, sleep well alter Junge, morgen bist du wieder dran.

Tipp: Das Album klingt auf Vinyl großartig, mag vielleicht auch daran liegen das es komplett analog aufgenommen wurde!


CD (9,95€) Vinyl (24.95€)
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